Leben und Arbeiten im Internet

Aufbruch in die Internetgesellschaft

Geselliges Zusammensein in Facebook/WhatsApp, Snapchat, Instagram – das Treffen in virtuellen Räumen ergänzt und bereichert unser soziales Leben. Wir sind häufiger in Kontakt mit unseren Freunden und Bekannten. Wir nutzen alle Möglichkeiten der multimedialen Unterstützung durch Bilder, Videos, Sprachnachrichten oder drücken durch einfache Symbolik unsere Meinung zu den Mitteilungen anderer aus.

Neue Möglichkeiten der Kommunikation haben in den letzten Jahren weite Bereiche unserer Lebens- und Berufswelt beeinflusst und verändert. Wohin die Reise geht, ist ungewiss. Eine Verbesserung der Welt hat als ideologische Triebfeder eine höhere Innovationskraft entfaltet, als es marktwirtschaftlichen Mechanismen jemals erreichen konnten. Die Geschwindigkeit der Neuerungen ist atemberaubend. Was gestern noch als hirnverbrannte Idee ein Schmunzeln entlockte, ist heute ein notweniger Bestandteil unseres Alltags.

Wir leben schneller. Wir sind nicht nur in engerem Kontakt, wir haben auch jederzeit Zugriff auf Informationen, Erfahrungen und Wissen. Riesige, rasant wachsende Datenspeicher erfassen alles und machen es unvergesslich. Verborgene Einsichten und Zusammenhängen lassen sich durch Korrelation dieser umfassenden Datenbeständer erkennen und nutzen. Wir leben effizienter.

Zwei Seiten einer Medaille

Der Zugriff auf Daten und Wissen unterstützt unsere beruflichen aber auch privaten Entscheidungen. Wir können uns auch auf Erfahrungen und Meinungen anderer stützen. Wie objektiv sind diese Informationen, die uns im Netz geboten werden? Möglicherweise sind bei einer Suchanfrage unsere eigenen Präferenzen als einschränkende Randbedingung verwendet worden. Wir bleiben im eigenen Sumpf stecken. Kritischer ist die Beeinflussung von Informationen durch wirtschaftliche oder politische Interessen Dritter zu bewerten. Steht die Möglichkeit, uns frei zu entscheiden, auf dem Spiel?

Mit dem Internet of Things (IoT) liefern Milliarden von Sensoren Daten in Echtzeit, die ein Abbild der Realität in einer virtuellen Welt erschafft. Hier können intelligente Algorithmen alle Abläufe autonom und in Echtzeit steuern und überwachen. Mit einer Weiterentwicklung von Sensor- und Prozessortechnik werden immer weitere Bereiche für eine Automatisierung erschlossen. Damit erhöhen sich allerdings auch die Risiken, die bei Ausfall der automatisieren Systeme entstehen können. Ein Rückgriff auf menschliche Steuerung wird in vielen Fällen nicht mehr möglich sein. Der Polizist, der eine ausgefallene Ampelanlage ersetzen kann, steht beim Ausfall der Steuerung des Netzes eines Energieversorgers leider nicht zu Verfügung.

Die Weiterentwicklung der Kommunikationsdienste erfolgt in einer Geschwindigkeit, die eine systematische Analyse der Technologiefolgen nicht mehr erlaubt. Die Konsequenzen von Änderung werden erst erkannt, wenn Fakten geschaffen sind und eine Umkehr zum Status Quo nicht mehr möglich ist. Dies muss nicht schlecht oder nachteilig sein. Wir sollten uns allerdings der Risiken bewusst sein und einerseits, entsprechend der wachsenden Bedeutung von Informationssysteme, diese so sicher wie nur irgend möglich machen und andererseits, Mechanismen entwickeln, wie wir mit dieser neuen Realität umgehen.

Veränderung verstehen und mitgestalten

Um die enormen  Errungenschaften des Internet und der vielen nützlichen Anwendungen nicht zu gefährden, müssen wir uns vor negativen Auswirkungen – gewollt oder ungewollt – schützen. Ein tiefer gehendes Verständnis von Wirkungszusammenhängen in technischer und gesellschaftlicher Ebene ist hierfür notwendige Grundlage. Es geht um eine technische, gesellschaftliche aber auch ethische Fragestellung.

Diese Internetseite soll hierzu durch Informationen, Einsichten und Ansichten einen Beitrag leisten.

Weiterführende Dienstleistungen wie Beratung oder Schulungen zur Informationssicherheit, zur Schaffung eines Risikobewusstseins sowie Ausarbeitungen von Konzepten zur Prävention werden auf Anfrage angeboten.

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